Systematische Optimierung mittels Seriensimulationen

Werden im Rahmen einer Planung oder zur Optimierung des laufenden Betriebs bisher hydraulische Simulationen als Dienstleistung durchgeführt, muss zumeist entschieden werden, ob durchschnittliche oder maximale Belastungen ausgewählt werden. Die Durchschnittsbetrachtung erlaubt die Vorhersage des Verhaltens im Normalbetrieb, allerdings wird keine Aussage darüber gewonnen, welche Zustände sich bei Grenzbelastungen einstellen können. Es bleibt damit unbekannt, ob ein Becken die Maximalbelastungen bewältigen kann. Hierzu lässt sich wiederum nur dann eine Aussage treffen, wenn die Simulationen, wie im Allgemeinen durchgeführt, mit extremalen Eingangsparametern gerechnet werden. Mit dieser Vorhersage zur Sicherheit des Betriebs, kann jedoch keine Information gewonnen werden, welche Situationen sich im regulären Betrieb einstellen werden und welche spezifischen Umstände hier gelten.


Dieses Dilemma kann mit der Durchführung von Seriensimulationen vermieden werden. Außerordentlich fundierte Vorhersagen zur Situation im Becken können anhand von mehreren Simulationen getroffen werden, bei denen die Belastungsparameter Q, ISV und TS vom Minimum zum Maximum in sinnvollen Schritten variiert werden. Durch Simulation mit Variation des RV kann der Betrieb von NKB in bisher ungekannter Detailliertheit optimiert werden. Mit der Software hydrograv proload.cfd wird erstmals die Möglichkeit gegeben, sekundäre Ziele wie Maximierung des Schlammstapelraums bei Regenwetter oder Schlammverlagerung vom NKB ins BB (zur Unterstützung des Hauptziels guter Ablaufwerte) zu setzen und deren Zielerreichung zu überprüfen. Diese Seriensimulation können automatisiert durchgeführt werden und benötigen dadurch besonders wenig Anwenderaufwand.

datamodule
 Aufbau einer Simulation