Kanalisation und Kanalbauwerke

Ihre Vorteile durch hydrograv-Simulationen:

Neben Rohrleitungen besteht die Kanalisation aus zahlreichen Zusatzbauten, die das Schmutz- oder Regenwasser von Abwasserleitungen zu Kläranlagen oder anderen Entsorgungsstellen ableiten. Die Strömungen in Kanalbauwerken ist oftmals komplex und mit üblichen Bemessungsansätzen nicht immer ausreichend genau vorhersagbar.

Mit hydrograv-Simulationen können komplexe Strömungsvorgänge realitätsnah abgebildet und bspw. Durchflussmengen, Wasserspiegellagen oder hydraulische und stoffliche Verteilungen genau ermittelt werden. Dies erhöht die Planungssicherheit.

Ebenso können bestehende hydraulische Probleme mit relativ geringem Aufwand identifiziert und Lösungen zielgerichtet erarbeitet werden.

hydrograv-Simulationen lassen sich bspw. Anwenden für

  • Kanäle und Rohrleitungen
  • Schächte
  • Trennbauwerke
  • Wirbelfallschächte
  • Regenüberlaufbecken


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Bestimmung realitätsnaher hydraulischer Verluste

Insbesondere bei komplexen Wechselwirkungen zwischen verschiedenen Bauwerken ist ohne eine Simulation eine ausreichend genaue Vorhersagbarkeit der Wasserspiegellagen und damit verbunden die Aufteilung von Wassermengen in Trennbauwerken nicht möglich.

Im folgenden Bild ist die Strömung in einem Trennbauwerk mit Rechen dargestellt. Durch hydrograv-Simulationen konnte eine gleichmäßigere Durchströmung der Rechen erzielt und ungewollten Rückstau durch eine Optimierung der Kanalquerschnitte unterstrom vermieden werden.

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Lösung komplexer Fragestellungen mit tiefgreifendem hydraulischem Sachverstand

Im folgenden Beispiel kommt es aus zunächst unerklärlichen Gründen zu einem Überlaufen eines Kanalschachtes auf einer Kläranlage. Mit hydrograv-Simulationen wird zunächst ein bis zu 25 cm höherer hydraulischer Verlust im Kanalsystem ermittelt. Da jedoch in dem Schacht ein Freibord von 35 cm vorhanden ist, erklärt dies allein noch nicht das Überlaufen.

Erst die Analyse verschiedener Hydrographen lässt erkennen, dass eine ungünstige Rücklaufstrategie in der Nachklärung zu einem Rückstau im Gesamtsystem der Kläranlage führt und den Wasserspiegel im Schacht um weitere 20 cm ansteigen lässt und somit den Freibord im Schacht um 10 cm übersteigt.

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Unerklärlich hohe hydraulische Verluste

Im Zulaufkanalsystem zu einer Nachklärung kommt es zu unerklärlich hohen hydraulischen Verlusten, die den Betrieb vor Rätsel stellt. Erst eine hydrograv-Simulation kann aufzeigen, dass ein ungewollter Wirbeldrosseleffekt im Verteilerbauwerk zu ca. 45 cm großen hydraulischen Verlusten führt. Durch Optimierung kann der Verlust auf 15 cm reduziert werden.